Pressemitteilungen
Einmal Waldheim, immer Waldheim
14. August 2025
In den acht katholischen Waldheimen in Stuttgart erleben 1000 Kinder einen tollen Sommer
„Waldheim ist wie Koriander: Entweder man liebt es oder nicht. Dazwischen gibt es nichts“, sagt Steffen Sailer, hauptamtlicher Leiter des katholischen Waldheims Marienburg in Stuttgart-Ost zwischen Gaisburg und Wangen. Er gehört definitiv zu den Waldheim-Fans: Seit 22 Jahren verbringt er seinen Sommer auf der Marienburg. Und auch die Kinder, die das erste Mal dabei sind, genießen die Waldheimzeit.
85 Kinder und 15 Ehrenamtliche sind in der zweiten Ferienwoche im katholischen Waldheim Marienburg. Sie reisen aus dem Stuttgarter Osten und den Neckarvororten in Gruppen mit der Stadtbahn an. Von der Haltestelle „Im Degen“ sind es dann noch ein paar Hundert Meter zu Fuß den Berg hinauf. Oben angekommen erwartet sie ein Paradies für Kinder: wunderbare Natur, eine tolle Gemeinschaft, jede Menge Spiele und eine unbeschwerte Zeit. „Hier hat man richtig viel Spaß und ich freue mich, dass ich hierhergekommen bin“, erzählt die zehnjährige Lotte, die zum ersten Mal auf der Marienburg ist.
Naturerlebnisse, Bewegung, Verpflegung - für all das sorgen die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden. „Hier hat jeder das Recht glücklich zu sein und hier ist auch jeder glücklich“, versichert Steffen Sailer. „Ob man aus einer reichen oder einer armen Familie kommt oder welcher Religion man angehört, spielt hier keine Rolle, hier sind alle gleich“, berichtet der Pädagoge. Und während er erzählt, kommen immer wieder Kinder ins Büro, denn seine Tür steht immer offen. Egal, ob ein Aufkleber für ein Spielzeug, eine tragbare Musikbox oder ein Kühlpad - für jedes Anliegen findet er schnell eine Lösung. Er selbst habe hier Demut und Dankbarkeit gelernt, erzählt er weiter.
Den Kindern eine unbeschwerte Zeit zu bereiten, empfindet er als Geschenk und als Auftrag. „Unser Ziel ist, dass jeder Sommer noch schöner wird.“ Dafür stecken die Betreuerinnen und Betreuer viel Herzblut in die Vorbereitung und Durchführung der Waldheimferien. Einer von ihnen ist Ramzi. Als Grundschulkind hat er den ersten Sommer im Waldheim verbracht, seitdem kommt er jedes Jahr wieder. „Ich möchte mich in meiner Freizeit sozial engagieren. Es ist einfach eine andere Welt, wenn man hier oben ist, es gibt nichts Besseres“, ist sich der 24-Jährige sicher. Wer über das Gelände geht, spürt die gute Stimmung an jeder Ecke. Während die einen sich beim Basketball, Tischtennis oder Klettern austoben, malen andere, spielen Brettspiele oder bauen bunte Dominosteine auf – für alle ist etwas Passendes dabei.
Hier entstehen neue Freundschaften, nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Betreuerinnen und Betreuern. Makkah und Linda verbrachten hier als Kinder ihre Ferien und haben die Ausbildungskurse zu Betreuerinnen absolviert. „Das Schöne an der Marienburg ist, dass man hier Freundschaften fürs Leben schließt“, sind sich die beiden einig.
Das Katholische Stadtdekanat Stuttgart ist Träger von acht Waldheimen. Insgesamt erleben dort rund 1000 Kinder einen unvergesslich schönen Sommer. Möglich ist dies auch durch die rund 180 ehrenamtlich Engagierten.
Video über das Waldheim Marienburg
Einen weiteren Einblick in die Waldheim-Freizeit auf der Marienburg erhalten Sie durch das Waldheim-Video auf unseren Social-Media-Kanälen:
www.instagram.com/katholisch.in.stuttgart, www.facebook.com/kathStadtdekanatStuttgart
100 Jahre Ferienwaldheim Feuerbachertal
17. Juli 2025
Gottesdienst mit Hocketse, Food Market, Spielstationen und Musik
Die Sommerferien stehen vor der Tür und die 16 evangelischen Ferienwaldheime in Stuttgart bereiten sich derzeit intensiv auf die Ferienfreizeiten vor. Dabei werden rund 10.500 Wochen-Betreuungsplätze für Kinder angeboten – viele davon sind bereits vergeben.
Sehr beliebt ist jedes Jahr das Ferienwaldheim Feuerbachertal, das in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum nachfeiert! Kein Wunder, denn das riesige Gelände mit Bach und direktem Zugang zum Wald ist perfekt für einen Waldheim-Sommer: Spielgeräte und Schaukeln, ein großer Fußballplatz, eine Liegewiese sowie eine Seilbahn und ein Niedrigseilparcours laden zu Gelände- und Gruppenspielen, Wasserolympiaden, Fußball, Bachwanderung, Waldheimkino, aber auch zu Basteln, Singen und Ausflügen ein. Und für den großen oder auch kleinen Hunger zwischendurch kommen leckere Mahlzeiten aus der waldheimeigenen Küche. Dieses breite Ferienangebot ist nur mit unzähligen Ehrenamtlichen möglich, die in den kommenden Wochen Kindergruppen begleiten, in der Waldheimküche kochen sowie Materialien und Programme vorbereiten.
Bereits 1921 organisierte die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Stuttgart die erste Ferienfreizeit im Waldheim Feuerbachertal. Damals wie heute ging es darum, Kindern Erholung, Gemeinschaft und Naturerfahrung zu ermöglichen. „Das Ferienwaldheim Feuerbachertal ist das älteste seiner Art in Württemberg. Diese langjährige Ferienwaldheimtradition ist eng mit den Lebenserfahrungen vieler EinwohnerINNEN Stuttgarts verbunden, die im Laufe der Jahre dort ihre Ferien verbracht und oft auch durch ihr ehrenamtliches Engagement diese selbst mitgestaltet haben. Da das 100-jährige Jubiläum in die Zeit der Coronapandemie fiel, wurde beschlossen, es nachzuholen“, so Anja Stark von der Geschäftsstelle AG Evangelische Ferien- und Waldheime in Württemberg.
Samstag, 2. August 2025 von 13 Uhr bis 22 Uhr Waldheim Feuerbachertal, Feuerbacher-Tal-Str. 215 in 70469 Stuttgart
Hierzu hat das Ehrenamtsteam ein tolles Festprogramm auf die Beine gestellt: Los geht es mit einem Familiengottesdienst unter freiem Himmel mit Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl und Cannstatts Dekan Eckart Schultz-Berg, dem Vorsitzenden der AG Evangelische Ferien- und Waldheime in Württemberg. „Es ist jedes Jahr ein besonderes Erlebnis, in die Gesichter hunderter begeisterter Kinder zu blicken, für die die Waldheimzeit eines der großen Highlights im Jahr ist“, so Schultz-Berg. Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung, wird ebenfalls zu Gast sein. Im Anschluss erwartet die BesucherINNEN ein buntes Programm mit Spielstationen, Food Market, Live-Musik und einem vielfältigen Bühnenprogramm. Zudem gibt es die beliebten Waldheim-T-Shirts und -Socken sowie eine Festschrift zum Jubiläum. „Eingeladen sind alle, die sich mit unserem Waldheim verbunden fühlen: Kinder, Ehrenamtliche, Eltern, Großeltern, ehemalige UnterstützerINNEN - einfach alle, die das Ferienwaldheim Feuerbachertal geprägt haben oder von ihm geprägt wurden!“, freut sich Anja Stark auf den Festakt.
Mehr Ehrenamtliche, mehr Waldheimplätze!
17. Juni 2024
Mitarbeitende für pädagogische Betreuung und Waldheimküche gesucht
Während in der Host City Stuttgart die „heiße Vorbereitungsphase“ für die EURO UEFA 2024 abgeschlossen ist, beginnt sie gerade anderswo, nämlich in den 32 Stuttgarter Ferienwaldheimen der drei Träger Evangelische Kirche und Katholische Kirche in Stuttgart sowie der Arbeiterwohlfahrt Stuttgart. Darunter sind 16 evangelische Waldheime mit rund 10.000 Wochenplätzen, die zwischen dem 29. Juli und dem 7. September ihre Pforten öffnen. Von Sillenbuch bis Feuerbach, von Steinhaldenfeld bis Dobelgarten kommen jede Waldheimsaison rund 2.700 Ehrenamtliche im Alter zwischen 15 und 84 Jahren gemeinsam mit den Hauptamtlichen zum Einsatz.
Obwohl viele Ferienwaldheime schon gut ausgebucht sind - sowohl bei den Kindern als auch bei den Ehrenamtlichen - fehlt es mancherorts noch an ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, um weiteren Kindern von der Warteliste einen Waldheimplatz anbieten zu können. Hier lautet die einfache Formel: jemehr Ehrenamtliche, umso mehr Kinder können diesen Sommer Waldheimferien genießen!
„Sowohl für die pädagogische Gruppenbetreuung als auch für die Waldheimküche werden in einigen Ferienwaldheimen noch Ehrenamtliche zur Unterstützung gesucht, vor allem in der dritten und vierten Sommerferienwoche. Beispielsweise für das Ferienwaldheim Feuerbacher Tal, das als einziges Ferienwaldheim 6 Wochen anbietet, suchen wir auch noch für die Wochen 5 und 6 Ehrenamtliche“, resümiert Anja Stark von der Geschäftsstelle AG Evangelische Ferien- und Waldheime in Württemberg.
Ein Ehrenamt im Ferienwaldheim bedeutet Teil einer großen schönen Gemeinschaft zu sein, egal ob in der Küche oder in der Gruppenbetreuung. Die GruppenbetreuerINNEN sind für Spaß, Spiel, Basteln und Action mit Kindergruppen im Alter von 5 - 14 Jahren zuständig und sammeln dabei viele Erfahrungen. „Um gut für den Einsatz als GruppenbetreuerIN gerüstet zu sein, gibt es in der Vorbereitungsphase tolle Schulungen und Vorbereitungswochenenden und am Ende auch eine schriftliche Bestätigung über den ehrenamtlichen Einsatz - das sehen viele Firmen gerne im Lebenslauf“, fügt Anja Stark hinzu.
Nach Corona wollen dieses Jahr wieder so viele Kinder in die Ferienwaldheime wie vor der Pandemie. Dafür braucht es auch wieder die ehrenamtliche Power wie vor Pandemiezeiten. „Auch die Prüfungszeiträume an den Universitäten und Hochschulen machen den Ferienwaldheimen teilweise zu schaffen, je weiter sie in die Sommerferien hinein verschoben werden. Nicht nur für die Ferienwaldheime, vor allem auch für viele Studierende ist das ein Problem, denn sie wollen ja gerne im Waldheim mitmachen. Für viele, die einmal im Ferienwaldheim mitgearbeitet haben, steht der Einsatz Jahr für Jahr im Sommer fest im Kalender“, so Stark weiter. Wer sich im Ferienwaldheim engagieren möchte, wendet sich direkt an die Ferienwaldheimleitung des ausgewählten Waldheims.
Eine Übersicht findet man unter: www.waldheime-stuttgart.de
„Ohne Ehrenamtliche geht im Waldheim nichts!“
9. August 2023
Rund 2.700 Ehrenamtliche im Alter von 15 bis 84 Jahren helfen jeden Sommer mit
Der erste Abschnitt in den 16 evangelischen Waldheimen in Stuttgart mit rund 10.000 Wochenplätzen ist gerade erst gestartet. Von Sillenbuch bis Feuerbach, von Steinhaldenfeld bis Dobelgarten, zwischen dem 31. Juli und dem 8. September werden sie überall in den Waldheimen gebraucht: die rund 2.700 Ehrenamtlichen, die sich jede Saison gemeinsam mit den Hauptamtlichen darum kümmern, dass der Waldheim-Sommer perfekt wird. „Ob in der Waldheim-Gruppenbetreuung der Kids, in der Küche bei der Zubereitung der Mahlzeiten, als Fahr- und Materialdienst oder in den Leitungsteams, die alles zusammen halten - ohne Ehrenamtliche geht im Waldheim nichts…… ZITAT“, so Anja Stark von der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Ferien- und Waldheime in Württemberg.
Viele Ehrenamtliche beginnen bereits im Alter von 15 Jahren im Waldheim mitzuarbeiten. Gerade noch selbst Waldheim-Kind, lässt sie die Faszination Waldheim nicht mehr los und so starten viele der 15-Jährigen als NachwuchsbetreuerINNEN durch und durchlaufen die Ausbildung zur pädagogischen Gruppenbetreuung. „Das theoretische Schulungsprogamm (Teamarbeit, Gruppenpädagogik, Spielpädagogik, Führungsstile, Einführung in die Erste Hilfe, Konfliktmanagement und Kinderschutz usw.) wird nach den jeweiligen Einheiten ergänzt durch praktische Übungen in einer der Kindergruppen. So können die SchulungsteilnehmerINNEN sich darin üben Spiele anzuleiten, Ausflüge zu begleiten, Gruppenprogramme für bestimmte Altersgruppen auszuarbeiten und umzusetzen. Dabei werden sie von erfahrenen Gruppenbetreuern und -betreuerinnen begleitet und unterstützt“, so Stark weiter.
So wie Leni (15 Jahre). Sie liebt das Waldheim, seit sie denken kann. „Kein Sommer ohne das Waldheim Feuerbacher Tal. Das geht einfach gar nicht! Hier habe ich ganz viele Freundschaften geschlossen und wir haben uns immer wieder für den nächsten Sommer verabredet. Und jetzt starte ich dort als Betreuerin durch. Dazu habe ich in diesem Jahr die Juniorschulungen hier im Waldheim Feuerbacher Tal gemacht und freue mich, jetzt endlich mein Wissen und meine Erfahrungen, die ich selbst im Waldheim gemacht habe, im zweiten Abschnitt an die Kinder weiterzugeben.“
Oder Michael (39 Jahre). Er verbringt seit 33 Jahren jeden Sommer im Waldheim Feuerbacher Tal. „Ich kam als 6-Jähriger hier her und bin quasi geblieben“, erzählt er lachend. Erst Waldheim-Kind, dann Gruppenleiter und seit 12 Jahren leitet Michael März jeden Sommer einen Abschnitt im Waldheim und kümmert sich gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Leitungsteam auch um die Vor- und Nachbereitung der Waldheimzeit.
Und Waldheim ist noch mehr als nur eine pädagogisch wertvolle Sommerferienbetreuung. Waldheim, das bedeutet unter anderem auch die Integration, von Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung. „Mit der Integration von Kindern mit Fluchterfahrung haben wir schon 2015, 2016 gute Erfahrungen gemacht. Einige der Kinder, die damals in die Ferienwaldheime kamen, engagieren sich heute als junge Erwachsene ebenfalls ehrenamtlich in der Gruppenbetreuung oder in der Ferienwaldheimküche.“, resümiert Anja Stark.
Das hat auch der vergangene Sommer wieder gezeigt, in dem rund 300 ukrainische Kinder teilgenommen haben und auch einige ukrainische Ehrenamtliche vor allem in den Waldheimküchen aktiv waren.